2017

Jahresbericht Hilfswerk Namaskar INDIA für das Jahr 2017

 

Für unser Hilfswerk war das Jahr 2017 schon das zehnte Vereinsjahr. Am Anfang des Jah­res beschlossen wir, dieses Jubiläum an einer kleinen Feier, zusammen mit einer Buchheraus­gabe, zu feiern.

 

Auch in diesem Jahr trafen wir uns zu zwei Sitzungen: am 5. April und am 31. August zur Jahres­versammlung.

 

Im Jahr 2017 haben wir an vier Märkten teilgenommen:

 

- Am 20. Mai am Schaaner Jahrmarkt. Die Einnahmen betrugen Fr. 2‘259.60 und gingen an das Projekt „Tiere für Layadgundi“.

 

- Am 16. September nahmen wir am Flohmarkt beim Rathaus von Vaduz teil. Die Einnah­men aus dem Verkauf erbrachten den beachtlichen Betrag von Fr. 470.-, welcher dann auf Fr. 500.- aufge­rundet wurde und danach für das Sponsoring des Buches „Leena“ verwendet wurde.

 

- Auch in diesem Jahr nahmen wir am Vaduzer Jahrmarkt teil. Wegen Abwesenheit und Krankheit von bewährten Vorstandsmitgliedern fiel der Erlös nicht so gut aus wie die Jahre davor. Trotzdem konnten wir Fr. 1‘121.70 einnehmen. Einige Tage darauf konnte Harry noch 10 Seidenschals ver­kaufen, was nochmals Fr. 380.- einbrachte. Beide Beträge wurden für das Obdachlosenheim Kidangara in Kerala verwendet.

 

Am 9. und 10. Dezember fand der Weihnachtsmarkt von Vaduz statt. Auch hier hatten wir wie­der ein Weihnachtshäuschen gemietet. Leider war das Wetter sehr schlecht. Und auch der Stand­ort unseres Häuschens war nicht ideal, die Anordnung der Stände und Häuschen war auch in die­sem Jahr schlecht, was die Marktkommission selber zugab. Wegen dem Föhnsturm, der am Sonntag übers Land fegte, kamen kaum Leute. Auch war es wegen dem starken Wind unmöglich, die Sachen zu präsentieren. So durften wir um 14 Uhr zusammen­räumen und abbrechen. Trotz­dem konnten wir uns über Fr. 1‘587.50 freuen. An diesem Tag boten wir auch das Buch „Leena“ zum Verkauf an, was uns Fr. 320.- einbrachte.

 

Nach wie vor sind die schönen Seidenschals aus Aurangabad von Herrn Faisal ein Renner. Wir mussten im Jahr 2017 zwei Mal eine Bestellung aufgeben. Die gesamten Kosten plus Zollgebüh­ren (Fr. 1‘228.-) hat auch wiederum Harry übernommen. Ganz herzlichen Dank für diese wunder­bare Geste.

 

Neben den Sitzungen und Märkten haben wir uns auch noch zu anderen Aktivitäten getrof­fen:

 

- Am 9. April veranstaltete der Frauenverein Vaduz den Suppentag im Vaduzersaal. Da wir von diesem Verein jedes Jahr mit einem schönen Betrag unterstützt werden, war es sinnvoll, uns dort zu zeigen. Wir nahmen sodann am Sonntagmittag zum Suppen- und Kuchenessen teil.

 

- Seit Anfang 2017 ist unser Hilfswerk auch Mitglied beim Netzwerk für Entwicklungszu­sammen­arbeit. Jedes Hilfswerk, das teilnimmt, konnte sich auf der Homepage von neza vor­stellen und ei­nige Fotos liefern. Am 17. Juni fand eine Zusammenkunft im Pfarreizentrum in Schaan statt. Harry und Verena haben dort teilgenommen.

 

- Vom 5. bis 21. August weilte Father Rajappa, der in Wien studiert, bei der Präsidentin zu Gast. Viele Ausflüge wurden gemacht und es fanden auch Treffen und Einladungen bei den Vorstands­mitgliedern statt.

 

- Auch in diesem Jahr trafen wir uns am 21. Oktober im Schlössle Mahal zur Diwali-Feier. Neben indischem Essen und Tänzen konnten wir für wenige Stunden ein wenig von Indien träumen.

 

Der Höhepunkt des Jahres war jedoch das 10-jährige Jubiläum im Domus. Dieser Anlass fand am 10. November statt, die Hauptattraktion war die Herausgabe des Buches „Leena, ein indisches Frauenschicksal“. Es wurden an alle unsere Gönner und Spender Einladungen zur Vernissage verschickt, ebenso an Behörden und Medien. Da für die Herstellung des Bu­ches nicht alle benö­tigten Gelder beschaffen werden konnten, wurde der „Rest“ von uns Vorstandsmitgliedern gedeckt. Herzlichen Dank dafür! Die Kosten sind hoch ausgefallen, Liechtenstein ist ein Hochpreisland, aber sicher wird es sich irgendwann für uns „auszahlen“, dass wir die Aufträge nicht im nahen Ausland vergeben haben.

 

Ein grosser Dank geht an Peter Geiger, welcher der Autorin des Buches von Anfang an un­terstüt­zend zur Seite stand und viel zum guten Gelingen beigetragen hat. Auch konnte er für die Vernis­sage-Rede am 10. November gewonnen werden, was sicher viele Interessierte ins Domus lockte. Der Anlass war dann auch gut besucht und es war ein sehr schöner und ge­freuter Abend. In einer Power-Point-Präsentation wurden auf 10 Jahre Namaskar INDIA zu­rückgeblickt. Von den Anfän­gen mit der Abgabe eines Tieres an eine bedürftige Frau bis hin zum Bau des Primarschulhauses in Asangi wurden Bilder gezeigt.

 

Danach wurde ein Apèro offeriert. Die Getränke (Wein, Bier, Mineral, Tee) wurden von der Ge­meinde Schaan übernommen. Ebenfalls durften wir die Räumlichkeiten vom Domus eine Woche für uns gratis in Anspruch nehmen. Dafür sei ein Riesendank an die Gemeinde Schaan gerichtet. Zu den Getränken an der Vernissage wurden Paneer und Samosas ge­reicht, die vom Schlössle Mahal heiss angeliefert wurden und von den Besuchern in allen Tönen gerühmt wurden. Diese Snacks wurden von Vorstandsmitgliedern finanziert.

 

Natürlich fand dann auch ein Buchverkauf statt, wo die Autorin viele Exemplare signieren durfte. Der Verkaufspreis wurde auf Fr. 29.- gesetzt, mindestens. Nach oben „offen“, weil alle Einnahmen des Buches an das Sozialprojekt in Belgaum gehen, wo Leena arbeitet. Alle Buchbezüger runde­ten an diesem Abend auf und gaben sehr grosszügige Beträge.

 

Unsere Projekte wurden auch im Jahr 2017 besucht. Mitte Dezember 2016 ist die Schreibende nach Indien abgereist, für drei Monate, bis zum 10. März 2017. Am 17. Januar ist auch Geri in Belgaum einge­troffen, für vier Wochen. Die ersten drei von ihren vier Wochen machten die Indienfrauen eine Ayurveda-Kur in Belgaum. Danach besuchten sie Asangi und ein Aids-Waisenhaus in Belgaum mit unserem Freund Raju Kugaji.

 

Nach der Reise wurde wieder an alle Gönner und Spender, welche uns in den letzten Jahren un­terstützt hatten, ein Reisebericht zugestellt.

 

Die Spendeneinnahmen im Jahr 2017 betrugen Fr. 81‘629.10

(inkl. Sponsoring-Beträge für das Buch von Fr. 12‘000.-)

 

Herstellungskosten des Buches Leena Fr. 11‘999.90

 

Unterstützte Projekte im Jahr 2017  in der Höhe von Fr. 113‘900.-

 

♣ Asangi Schule, Umgebungsarbeiten und Mauer Fr. 23‘500.-

♣ Women Empowerment Shimoga Fr. 20‘000.-

♣ Kidangara Obdachlosenheim für Frauen in Kerala Fr. 14‘000.-

♣ Sozialarbeit (Asangi und Belgaum) allgemeine Notfälle Fr. 14‘000.-

♣ 3 Häuser für Witwen, Belgaum  Fr. 13‘500.-

♣ Asangi, Essen für Schulkinder Fr. 4‘500.- 

♣ Kinderheim Shimoga, Essen, Uniformen, Material Fr. 4‘500.-

♣ Haveri Kinderheim, Essen, Uniformen, Schulmaterial Fr. 4‘000.-

♣ Ausbildung von Krankenschwestern in Dharwad Fr. 3‘200.-

♣ Wasserprojekt Kotnalli (Bagalkot Distrikt) Fr. 3‘000.-

♣ Patenkinder Fr. 2‘900.-

Tiere für Frauen von Kotnalli Fr. 2‘000.-

♣ Asangi Schule, Diesel und Unterhalt für Schulbus Fr. 1‘800.-

♣ Asangi Mädchenheim, Essen, Uniformen, Schulmaterial Fr. 1‘500.-  

♣ Adapur, Wasserpumpe und Ausbildungen Kinder Fr. 1‘500.-

 

Alle Projekte (ausser Kidangara/Kerala) wurden besucht und kontrolliert.

 

Leider dauert es manchmal etwas länger, bis alles realisiert ist. So zum Beispiel mit den Ar­beiten für die Mauer um das Asha-Deep Schulungshaus und dem Primarschulhaus in Asangi wurde im 2017 noch nicht begonnen.

 

Das Spital in Asangi läuft nicht so gut, es hat wenig Patienten und es konnte in Erfahrung gebracht werden, dass für eine Spitalführung gar keine Bewilligung besteht. Diese wollte Sr. Silvy nun mit Father Joseph einfordern. Leider unternehmen die Sisters nicht sehr viel, um die Klinik zum Laufen zu bringen. Wir hoffen auf eine Besserung.

 

Mit dem Witwenprojekt gab es grossen Ärger. Zwar konnten nun alle sechs Häuser fertig gestellt werden. Nur mit dem Haus in Pant Balekundri (in der Nähe von Nirmal Nagar) gab es grosse Probleme, weil die Frau dort mit unehrlichen Mitteln vorging und selber Baumeister und Handwer­ker und sogar einen andern Architekten anstellte und eine grosse Residenz bauen wollte. Diese Vorkommnisse brachten uns zum Entschluss, dieses Witwenprojekt mit der Diözese nicht mehr fortzusetzen. Nur dank unserem Architekten Raju Kugaji konnte für dieses letzte Haus eine Lösung gefunden werden. Der Entschluss wurde unserer Kontakt­person Father Joseph mitgeteilt, der lei­der nicht so glücklich darüber war. Aber wenn jemand uns hintergehen will und nicht ehrlich ist, kommt eine Zusammenarbeit nicht mehr in Frage.

 

Alle anderen Projekte wurden zur Zufriedenheit ausgeführt und laufen gut.

 

Auch im Jahr 2017 haben die Vorstandsmitglieder die administrativen Kosten selber privat über­nommen. Sie wurden nicht von Spendengeldern bezahlt. Der Betrag von total Fr.1050.80 wurde wiederum durch vier Mitglieder geteilt. Vielen Dank für die Bereitschaft dazu.

 

Das Jahr 2017 war ein sehr intensives, vor allem wegen dem Jubiläum und der Teilnahme an vier Märkten. An dieser Stelle sei allen fleissigen Helfern gedankt, die uns unterstützt ha­ben: Neben den Vorstandsmitgliedern vor allem Peter Geiger und Pius Flepp. Eigentlich sollten wir diese zwei liebenswürdigen Men­schen auch in den Vorstand aufnehmen.

 

Ein grosser Dank soll auch an Sascha Vogt von der Advisa Treuhand Anstalt gehen. Wie seit der Gründung unseres Vereins macht er uns die Revision professionell und gratis. Wir sind sehr froh darüber und es gibt ein gutes Bild auf unser Hilfswerk.

 

Aber der grösste Dank geht an meine drei Vorstandsmitglieder für das Dabeisein seit 10 Jah­ren. Es ist nicht selbstverständlich, solche guten Menschen für ein Hilfswerk zu gewinnen. Schön, dass ihr es mit mir ausgehalten habt. Ich hoffe auf noch viele Jahre mit euch. Wir wissen ja, wie schwie­rig es ist, jemanden zu finden, um bei uns mitzumachen. Also ganz herzlichen Dank für die Mitar­beit.

 

Wir hoffen, dass wir alle gesund bleiben, damit wir noch einige Zeit unsere Hilfeleistungen in Indien erbringen können. Freuen wir uns also auf eine positive Fortsetzung unserer Hilfswerks-Arbeit.

 

Vaduz, im Sommer 2018                                                       Verena Städler