Grosse Hitze und heftige Gewitter

Ich wusste, dieses Mal wird es anders sein, in Belgaum anzukom­men. Sr. Louisa war gestorben und wird mich nicht mehr vom Flug­hafen abholen können. Schon der Gedanke daran machte mich traurig und ich hatte richtig Angst, wie es wohl sein würde ohne sie. Doch die ganze Anreise gestaltete sich dieses Mal ganz anders. Im April wurde Belgaum von der Air Deccan nicht mehr angeflogen, (das erfuhr ich erst 2 Stunden vor dem vermeintlichen Abflug in Mumbai, als ich mit meinem voraus bezahlten Ticket einchecken wollte…). Ratlos und ungläubig stand ich vor dem Schalter, ich wusste nur eines: ich wollte unbedingt noch am gleichen Tag nach Belgaum. Nach nicht ganz einfachen Verhandlungen und Abklärungen sass ich dann einige Stunden später in einem  Flugzeug der Kingfisher-Airline, die mich nach dem 100 km von Belgaum entfernten Hubli brachte. Dort wurde ich von Freunden aus Belgaum mit dem Auto abgeholt. Endlich nach Belgaum, dachte ich. Aber was war das? Je näher wir Belgaum kamen, desto finsterer und schwarzer wurde der Himmel. Und als ich in Belgaum aus dem Auto stieg, genau in dem Moment, erschütterte ein wahnsinniger Donnerschlag die Umgebung. Ein heftiges Gewitter mit Regen, wie ich es noch nie erlebt hatte, breitete sich über Bel­gaum aus. Was hatte dies alles zu bedeuten? Wollte mir der „Him­mel“ hier etwas mitteilen?

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Ich kann es hier vorwegnehmen: ich hatte eine wunderschöne Zeit, alles lief danach wie gewünscht und geplant. Zwar konnte ich mich  an die vielen heftigen abendlichen Gewitter, die für diese Gegend zu dieser Zeit ganz ungewöhnlich wa­ren, (viele älteren Leute sagten, sie hätten noch nie solche Unwetter erlebt), überhaupt nicht

gewöhnen. Ich hatte Angst und war jedes Mal froh, wenn keine Blitze mehr die Nacht erhellten und die Gewitter vorüber waren.