2019

Jahresbericht Hilfswerk Namaskar INDIA für das Jahr 2019

 

Das Jahr 2019 wird unser 12. Jahr nach der Gründung im Jahr 2007 sein. Voller Tatendrang und Freude sind wir ins neue Vereinsjahr gestartet.

 

Im Jahr 2019 haben wir uns nur zu einer Sitzung getroffen: Am 10. Mai trafen wir uns am Dohlenweg 3 in Vaduz zur Jahresversammlung. Weitere Sitzungen waren nicht nötig, da ein reger Mail- und Telefonverkehr unter den Vorstandsmitgliedern das ganze Jahr über stattfand. Und es gab auch viele persönliche Treffen.

 

Teilnahme an Märkten

 

Um unser Budget aufzubessern und mit Spendern direkt in Kontakt zu kommen, haben wir auch im Jahr 2019 an drei Märkten teilgenommen:

 

- Am 18. Mai fand der Schaaner Jahrmarkt statt. Wir freuten uns wiederum sehr über unseren bewährten Standort vor der Einfahrt zur Parkgarage Kaufin. Dieser Platz eignet sich für uns so gut, weil wir neben unserem Marktstand immer genügend Platz für ein kleines Tischchen für unseren tüchtigen „Wahrsager, Kartenleger, Graphologen, Haaranalytiker etc“ (Peter Geiger) haben. So war auch dieser Markttag ein Tag der Freude. Die gesamten Einnahmen von diesem Tag beliefen sich auf Fr. 2547.31. Wir sammelten an diesem Tag für die Schulkosten/Ausbildungen von Kindern von Ranebennur.

 

- Der Vaduzer Jahrmarkt fand am Samstag, 5. Oktober, statt. Es war ein kalter und regnerischer Tag. Es schüttete den ganzen Tag über. Dies wirkte sich auch auf die Besucher aus. Verständlich, denn bei diesem Wetter blieben viele zu Hause. Unser Marktstand vor der Galerie am Lindenplatz war glücklicherweise unter dem Vordach des Gebäudes platziert, so dass wir dem Regen nicht ausgesetzt waren. Trotz diesen schlechten Wetterbedingungen konnten wir Fr. 1‘781.15 einnehmen. Dieser Betrag wird für das Women Empowerment-Projekt von Shimoga verwendet werden. Einen grossen Dank noch nachträglich für alle unsere Helfer, die bei diesem Regenwetter trotzdem mitgemacht haben.

 

- Am 14. und 15. Dezember fand der Vaduzer Weihnachtsmarkt statt. Wir hatten uns auch wieder angemeldet. Unser Weihnachtshäuschen befand sich auf dem Peter Kaiser- Platz. Schon am Freitagnachmittag trafen wir uns, um alles einzuräumen und einzurichten. Das Wetter war kalt und windig, trotzdem freuten wir uns über viele Besuche an unserem Standort. Wir durften auch wieder auf fleissig

e Helferinnen zählen, die uns jeweils für je 2 Stunden ablösen kamen: Silke Beck, Margot Hermann und Erika Walser unterstützten uns auch in diesem Jahr. Herzlichen Dank an diese lieben Frauen! Die gesamten Einnahmen von diesen zwei Tagen beliefen sich auf Fr. 2019.50 und wurden ebenfalls für das Women Empowerment-Projekt von Shimoga verwendet.

 

Nach wie vor sind die schönen Seidenschals aus Aurangabad von Herrn Faisal ein Renner. Wir durften im Jahr 2019 zwei Mal eine Bestellung aufgeben. Die gesamten Kosten plus Zollgebüh­ren (Fr. 1‘100.-) hat auch wiederum unser Vorstandsmitglied Harry übernommen. Ganz herzlichen Dank für diese wunder­bare Geste.

 

Neben den Sitzungen und Märkten haben wir uns auch noch zu anderen Aktivitäten getrof­fen:

 

- Am 28. Mai durften wir unsere indischen Freunde (und Kontaktpersonen für unsere Sozialprojekte) Raju und Ujwala Kugaji am Flughafen Zürich abholen. Alle drei Vorstandsfrauen hiessen das Ehepaar aus Yellur bei Belgaum herzlich willkommen. Sie weilten für drei Wochen in Liechtenstein und wohnten bei der Präsidentin am Dohlenweg in Vaduz. Während dieser Zeit wurden viele Ausflüge in die Schweiz und Liechtenstein gemacht, wobei sich alle Vorstandsmitglieder beteiligt haben, sei es finanziell oder auch physisch anwesend.

 

 

- Damit unsere indischen Freunde ihr indisches Essen nicht allzu sehr vermissten, traf sich der Vorstand mit ihnen am 29. Mai im Schlössle Mahal in Vaduz zum Mittagessen. Weiter fand ein Mittagessen für alle am 12. Juni am Dohlenweg statt. Ujwala und Raju kochten indische Spezialitäten, und es hat allen vorzüglich geschmeckt. Es war ein wunderschönes Treffen mit lieben Freunden.

 

- Noch einmal, am 26. Oktober, trafen sich die Vorstandsmitglieder mit Partnern im Schlössle Mahal zur Diwali-Feier. Gutes Essen, Tänze und ein gemütliches Zusammensein rundeten den Abend ab.

 

- Vom 10. bis 17. November fand in Liechtenstein die India-Week des Indienclubs Liechtenstein statt. Es wurden verschiedene Veranstaltungen angeboten. Die Präsidentin nahm jeden Tag an den Yogastunden teil, geführt von einer sehr kompetenten Yogalehrerin aus Hydarabad.

 

- Am Wochenende vom 23. und 24. November hielt der Frauenverein Vaduz ihren Basar ab. Da dieser Verein unser Hilfswerk jedes Jahr grosszügig unterstützt, wollten wir uns auch erkenntlich zeigen. Wir Vorstandsmitglieder gingen zum Mittagessen und kauften anschliessend tüchtig ein. Es hatte selbstgemachte Geschenke, die sich bestens für Weihnachten eigneten, und so unterstützen wir damit auch den Frauenverein. Auch diese Frauen arbeiten alle ehrenamtlich und der ganze Erlös geht jeweils an verschiedene Organisationen.

 

- Und last but not least fand unser letztes Treffen im Jahr 2019  mit allen Vorstandsmitgliedern und Partnern am 1. Dezember in Balzers statt. Doris Brunhart vom Stobacafé  hatte uns informiert, dass sie die Einnahmen von ihrem Adventscafé vom Dezember vollumfänglich an unser Hilfswerk Namaskar INDIA spenden wolle. Das freute uns sehr und so nahmen wir an diesem Sonntag am Brunch teil. Wir genossen die leckeren Sachen, es war ein köstliches Frühstück mit vielen Zutaten. Der Einsatz von Doris, ihrer Mutter Berti und den Helferinnen war einmalig. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle. Wir durften dann im Januar den grossen Betrag von Fr. 7‘500.- von Doris Brunhart entgegennehmen.

 

Reisen

 

Natürlich waren Besuche bei unseren Projekten  in Indien auch im Jahr 2019 geplant. Am 3. Januar reisten Ursula Geiger-Eberle und Verena Städler nach Indien ab. Ursula weilte für drei Wochen in unserer zweiten Heimat, und in dieser Zeit wurden alle unsere Projektorte besucht, kontrolliert und das Nötige besprochen. Auch reisten wir nach Kerala zu Sr. Tessy ins Obdachlosenheim Kidangara. Nach der Abreise von Ursula am 24. Januar musste sich die Schreibende zuerst wieder „finden“. (Ich blieb noch bis zum 27. März in Indien, die meiste Zeit in Asangi und Belgaum.)

 

 

 

 

 

 

 

Auch nach dieser Indienreise wurde wie die letzten Jahre schon an alle Sponsoren ein Reisebericht ver­schickt, dieses Mal mit zwei Artikeln verfasst von Ursula Geiger.

Die Spendeneinnahmen im Jahr 2019 betrugen Fr. 62‘784.30

 

 

Unterstützte Projekte im Jahr 2019  in der Höhe von Fr. 82‘520.-

♣ Women Empowerment Shimoga        Fr. 17‘000.-

♣ Schulgelder, Uniformen, Bücher, Hefte, Schreibmaterial Fr. 16‘520.-

♣ Mädchenheim Shimoga Fr. 10‘000.-

♣ Schule Asangi: Fertigstellung der Mauer Fr. 6‘200.-

♣ Asangi, Essen für Schulkinder Fr. 5‘000.-

♣ Obdachlosenheim Kidangara Fr. 5‘000.-

♣ Sozialarbeit Belgaum (Einnahmen aus Buchverkauf „Leena“) Fr. 5‘000.-

♣ Medizinische Station Deshnur Fr. 4‘300.-

♣ Kinderheim Haveri, Essen, Uniformen Fr. 3‘600.-

♣ Kinderheim Asangi, Unterhalt, Essen Fr. 3‘500.-

♣ Ausbildungen zu Krankenschwestern Fr. 3‘200.-

♣ Patenkinder Fr. 1‘700.-

♣ Soforthilfe für Notfälle (Aids Waisenhaus) Fr. 1‘500.-

 

Alle Projekte wurden von uns besucht und kontrolliert.

 

 

Geburtstags-Spenden

 

Auch im Jahr 2019 durften wir von zwei Personen Spenden entgegennehmen, die anstelle von Geburtstagsgeschenken Beiträge an unser Hilfswerk machten. Dabei kamen total Fr. 1‘242.- zusammen. Herzlichen Dank dafür und den Geburtstagskindern nachträglich nochmals alles Gute.

 

Bericht über unsere Projekte:

 

Asha-Deep-Schule Asangi:

Es ist eine Freude zu sehen, wie viele Kinder die Asha-Deep-Schule in Asangi besuchen. Total sind es mit den Kindergarten Kindern 275 Kinder. Sie kommen aus verschiedenen Dörfern der Umgebung und werden von zwei Schulbussen (beide von unserem Hilfswerk gesponsert) abgeholt. Die Leitung der Schule mit Sr. Lilly ist sehr professionell, wir hoffen, dass sie noch lange dort bleiben kann und nicht transferiert wird. Auch mit dem Mittagessen für diese Kinder läuft es sehr gut, wir finanzieren dieses Projekt mit Fr. 5‘000.- pro Jahr. Darin eingeschlossen sind auch der Lohn der Köchin und das Brennholz. Die Lehrer werden von der Diözese, dem Education Board, bezahlt. Der neue Priester von Asangi, Father Joe Dsouza, ist der Direktor der Asha-Deep-Schule. Er machte uns einen guten Eindruck und wir denken, dass er etwas frischen Wind und Energie nach Asangi bringt.

 

Asangi, Klinik:

Leider hat sich die Situation mit der Klinik nicht verbessert. Täglich kommen ein paar wenige Patienten. Es ist schade für das viel zu gross gebaute Gebäude. Die Provincial Sister der Gemeinschaft hat sich auch nicht die Zeit und Mühe genommen, auf unsere zwei Briefe zu antworten. Das macht uns sehr nachdenklich und es scheint fast, dass sie gar kein Interesse haben, dass die Klinik zum Laufen kommt. Leider sind all die Leute, die dieses Projekt eingefädelt haben, nicht mehr in Karnataka. Auch hier zeigt sich, dass sich die Transfers  oft nachteilig auswirken. Father Joe hat sich nun bereit erklärt, sich der Sache anzunehmen und Abklärungen zu treffen, was möglich wäre. Ohne einen Arzt vor Ort kann keine Klinik geführt werden. Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten doch noch eine Lösung geben wird.

 

Asangi, Kinderheim:

Nach wie vor beherbergen die Sisters 15 Kinder, die im ersten Stock der Klinik wohnen und schlafen. So können wenigstens einige Zimmer genutzt werden. Bis jetzt haben wir dieses Kinderheim mit Fr. 3‘500.- pro Jahr unterstützt, Essen der Kinder, Schulmaterial, Medikamente und Lohn einer Aushilfsköchin. Wir haben uns überlegt, ob wir mit dieser Unterstützung weiterfahren wollen, wenn diese Schwestern-Gemeinschaft so wenig Interesse an der Klinik zeigt. Die aktuellen Sisters bedauern die Situation, wissen aber auch nicht, was sie tun könnten und können ja selber nichts für diese „Fehlplanung“ dafür, da sie damals an anderen Orten im Einsatz waren. Nach Rücksprache mit Father Joe wollen wir den Sisters noch einmal ein Jahr „Aufschub“ geben und fordern sie auf, eine Lösung zu suchen.

 

Shimoga,  Mädchenheim

Im Heim, das wir seit einem Jahr unterstützten, leben zurzeit 32 Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren. Es sind alles Kinder aus schwierigen Verhältnissen, auch wenn sie noch Angehörige haben, wollen diese die Mädchen nicht mehr bei sich haben. Unerwünschte Kinder. Sr. Clara betreut ihre Schützlinge, die kein anderes Kinderheim aufnehmen würde. Es ist sicher keine leichte Aufgabe, aber die Schwestern setzen sich ein und geben den Mädchen neben einer guten Schulbildung auch ein reichhaltiges Essen. Wir hatten dafür im letzten Jahr Fr. 10‘000.- an Sr. Aurelia geschickt, die uns alle Belege und Quittungen vorlegte. Wir sind damit sehr zufrieden über dieses unterstützungswürdige Projekt.

 

 

Shimoga – Women Empowerment:

Auch hier sind wir sehr zufrieden. Sr. Helen Moras, unsere Kontaktperson und Sozialarbeiterin, setzt sich nach wie vor für unzählige Frauen in 95 Dörfern der Umgebung von Shimoga ein. Sie hat ein wenig das Personal abgebaut, im Moment hat se noch 5 Angestellte, drei davon langjährige Sozialarbeiterinnen. Für dieses Projekt haben wir im Jahr 2019 total Fr. 17‘000.- aufgewendet. Auch Sr. Helen legte mir alle Belege der Ausgaben vor, alles hat gestimmt. Wir haben mit ihr auch einige Dörfer und Frauengruppen besucht.

 

 

 

Haveri, Kinderheim:

Im Kinderheim Haveri leben zurzeit 7 Knaben. Für deren Unterhalt, Essen, Schulkosten, Material, Uniformen etc haben wir Fr. 3‘600.- an Father Martin überwiesen. Dieser Betrag scheint uns doch ein wenig hoch. Father Martin konnte aber die Quittungen der School-Fees vorlegen, auch jene der Bücher und Hefte. Die Ausgabenbeträge für das Essen hatte er monatlich aufgelistet, jedoch die Quittungen dafür waren nicht vorhanden. Father Martin wird Ende Mai 2020 transferiert werden, und ob das Kinderheim dann weitergeführt wird, ist ungewiss.

 

Obdachlosenheim Kidgangara/Slleppey/Kerala

Dieses unterstützungswürdige Projekt haben wir im Januar wiederum besucht. 35 geistig behinderte und psychisch kranke arme Frauen verschiedenen Alters werden dort von drei Ordensfrauen betreut. Wir unterstützen sie finanziell seit der Gründung des Heims im Jahr 2012. Dafür haben wir im letzten Jahr Fr. 5‘000.- aufgewendet. Damit wird ein Teil der benötigten Lebensmittel, Medikamente und hygienische Artikel bezahlt. Die Schwestern dort leisten einen immensen Einsatz für diese kranken und behinderten Frauen.

 

Medizinische Aussenstation Deshnur

Neues Projekt im Jahr 2019. Die Ärztin Sr. Dr. Sindhu hat uns angefragt, ob wir ihr finanziell helfen könnten, eine „Medical Mission“ in Deshnur, einem abgelegenen Dorf ca. eine Autostunde von Belgaum entfernt, einzurichten. Die Menschen in diesem Dorf sind sehr arm, sie kommen kaum aus dem abgelegenen Dorf hinaus, das nächstgelegene Spital ist das Cardinal Gracias Hospital von Nirmal Nagar, wo Sr. Dr. Sindhu als Ärztin arbeitet. Die medizinische Versorgung in Deshnur ist nicht ideal, und nach einem Augenschein haben wir beschlossen, dieses neue Projekt mit Fr. 4‘300.- im Jahr 2019 zu unterstützen. Damit konnten Medikamente, ein Mikroskop, Mobiliar, eine Laboreinrichtung und weitere kleinere Apparate angeschafft werden. Die Schreibende war bei der Einweihung dieser Aussenstation im März 2019 anwesend. Jeden Donnerstag betreuen Sr. Dr. Sindhu zusammen mit Krankenschwestern und Helferinnen die kranken Menschen in Deshnur. Weil die Leute für Medikamente kaum Geld haben, erhalten sie diese zum Teil gratis. Nur für die teureren Medikamente müssen sie etwas bezahlen. Dieses Projekt ist sehr gut angelaufen, der Andrang an den Donnerstagen ist jeweils sehr gross. Es ist sicher sinnvoll, dieses Projekt auch weiterhin zu berücksichtigen.

 

Sozialdienststelle von Father Cyril, Belgaum

Ausgaben aus dem Buchverkauf „Leena“

 

Wir hatten abgemacht, dass die Einnahmen aus dem Buchverkauf „Leena – ein indisches Frauenschicksal“ an die Sozialdienststelle von Father Cyril in Belgaum gehen wird. Im Jahr 2019 konnten wir weitere Fr. 5‘000.- an Father Cyril überweisen. Wir einigten uns, damit zwei Personen finanziell zu helfen: Die 34-jährige Sujata, auch ein Brandopfer wie Leena, braucht Operationen zur Herstellung ihres Gesichtes, Therapien und Medikamente. Dazu wird sie im St. John’s Hospital in Bangalore behandelt. Einen zweiten kleineren Betrag wird für die 10-jährige Aishwarya verwendet, welche verkrüppelte Füsse hat und Therapien und Hilfsmittel (Fuss-Schienen) braucht. Father Cyril hat uns alle Belege und Quittungen vorgelegt, es ist noch ein Restbetrag von Rs. 1‘94‘602.- vorhanden, der aber für eine weitere Operation an Sujata im April benötigt wird.

 

 

Soforthilfe/Nothilfe/medizinische Hilfe/Sozialarbeit

Für diese Hilfeleistungen ist Herr Raju Kugaji unsere Kontaktperson. Raju besucht Schulen, gibt Essen und Schreibmaterial ab, bezahlt Spital- oder Arztrechnungen von bedürftigen Menschen und unterstützt durch uns auch ein Aids-Waisenhaus in Belgaum.. Wir stellten dafür total Fr. 1‘500.- im Jahr 2019 zur Verfügung. Alle Ausgaben sind für uns aufgelistet, Belege und Quittungen können wir jeweils einsehen. Wir haben die verschiedenen Orte mit Herrn Kugaji auch besucht und konnten selber Schulmaterial, Bücher, Hefte und Schreibzeug verteilen. Auch das Aids-Waisenhaus in Belgaum wurde besucht, was uns jeweils sehr bewegt beim Anblick der kleinen Kinder, die alle infiziert sind und keine Eltern mehr haben. Wir sind sehr froh, Herrn Kugaji als unsere Kontaktperson zu haben.

 

Ausbildungen: 

Ranebennur:

Im Jahr 2019 haben wir Fr. 12‘400.- an Father Rayappa, den Priester von Ranebennur, überwiesen. Bei seinem Antrag hatte er alle Kinder aufgelistet, die aus armen Familien kommen und das Schulgeld nicht bezahlen können. Neben 51 Schulkindern haben wir auch für 4 ältere Kinder die College-Kosten übernommen. Im Betrag von Fr. 12‘400.- sind auch die Kosten für eine Nähmaschine, 5 Ziegen und einer Kuh inbegriffen. Dafür hat mir Father Rayappa die Quittungen vorgelegt. Die Schule wird von einer weiblichen Ordensgemeinschaft geführt, die Schule jedoch gehört der Diözese Belgaum. Die finanzielle Unterstützung von armen Schulkindern ist sicher sinnvoll, jedoch müssen wir in Zukunft schauen, dass wir unser Budget für dieses Projekt nicht allzu sehr strapazieren. Father Rayappa wurde aufgefordert, uns in Zukunft mehr Details über die Schule zu geben, z. B. wieviel Geld sie total von den Kindern aus dem Mittelstand einnehmen, die ihre Kosten, Material usw. selber bezahlen. Aber sonst war alles in Ordnung und wir sind mit Father Rayappa sehr zufrieden, er ist ehrlich, offen und gibt Antworten auf unsere Fragen.

 

 

Lourdes-Hospital Dhwarad

Nach wie vor ist dieses Projekt  sehr sinnvoll. Seit vielen Jahren unterstützen wir junge arme Frauen, indem sie die Ausbildung zur Krankenschwester machen können. Bereits haben vier davon in den letzten zwei Jahren ihre Lehre abschliessen können. Zwei arbeiten heute in einem Spital in Mumbai und die anderen zwei blieben im Lourdes Hospital und sind dort angestellt. Im Jahr 2019 unterstützten wir vier junge Frauen, der Aufwand dafür betrug Fr. 3‘200.-. Juleta und Keerti sind im ersten Lehrjahr, Laxmi und Reshma im zweiten. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wir haben das Spital und die „Mädchen“ besucht und wiederum feststellen können, wie sinnvoll diese Hilfe für bedürftige junge Menschen ist. Alle vier sind überglücklich, dass sie diese Lehre machen können und sie sind sehr dankbar.

 

 

Sri Dharmashala Manjunatheshwara College of Dental Science & Hospital, Dharwad:

Hier unterstützen wir die junge Harshitha Anthony. Sie will Zahnärztin werden, die Eltern können die ganze Ausbildung nicht selber übernehmen. Im Jahr 2018 haben wir ihr dafür Fr. 1‘500.- zur Verfügung gestellt, damit sich die Familie nicht verschulden muss. Unsere Kontaktperson für die­ses Projekt ist Father Vijay Kumar Souza, den wir seit einigen Jahren als Priester von Asangi und Karadi kennen. Seit Juni 2019 ist Father Vijay Direktor einer Schule in Hubli. Wir haben ihn getroffen und zusammen besuchten wir Harshitha an ihrem Ausbildungsort. Auch sie liebt ihre Lehre, ohne unser Sponsoring wäre es für sie unmöglich, Zahnärztin zu werden. Im Jahr 2019 haben wir Fr. 3‘200.- für die Ausbildung von Harshitha überwiesen. Ihre Lehre dauert noch zwei weitere Jahre und wir möchten sie auch weiterhin begleiten, sofern uns dies unser Budget erlaubt.

 

 

Patenkinder

 

Im Moment haben wir neun Patenkinder. Sechs davon gehen noch zur Schule: Veronica, Sunitha, Maria, Ashok, Thomas und Rufina.

Mary hat ihre Ausbildung zur Lehrerin abgeschlossen. Sie hat eine Stelle als Primarlehrerin in Gadag erhalten, was sehr erfreulich ist. Laxmi hat sich zur Schneiderin ausbilden lassen. Sie arbeitet nun als Köchin für Ordensfrauen (Carmelite Sisters) in Baydgi. Hannumawa arbeitet in einem Spital als Schwesternhilfe in Delhi.

Unsere Kontaktpersonen sind die Fathers Martin Vaz, Joseph Lopes und Cyril Fernandes. Auch die Patenkinder werden jedes Jahr von uns besucht und geschaut, wie es ihnen geht.

 

Verschiedenes und Dank

 

Seit einigen Jahren erhalten wir von der LGT eine Einladung, uns für den LGT Award zu bewerben. So auch im November 2019. Wir schickten die nötigen Unterlagen Ende Dezember ab.

 

Bei unserem Hilfswerk fallen keine administrativen Kosten an. Alle anfallenden Ausgaben wie Kontogebühren, Druckkosten, Porti, Material, Standgebühren für Märkte, Homepage-Gebühren usw. und natürlich auch die Reise- und Aufenthaltskosten der Vorstandsmitglieder in Indien wer­den von den vier Mitgliedern aus privatem Geld finanziert. Wirklich 100 % der Spendengelder ge­hen an Bedürftige nach Indien. Im Jahr 2019 betrugen diese Ausgaben (ohne Reise- und Aufent­haltskosten in Indien) total Fr. 856.30, was für jedes Vorstandsmitglied auf Fr. 214.- kam. Herzlichen Dank an alle fürs dieses Mitmachen. Wir versuchen auch, diese Kosten so tief wie möglich zu halten, indem wir Vieles selber machen, z. B. den Druck der News und Flyer.

 

Jeweils an den Märkten durften wir wiederum auf die Mithilfe von Peter Geiger und Pius Flepp zählen. Dies half uns enorm. Einen ganz speziellen Dank an diese zwei lieben Menschen für die bereits jahre­lange Mithilfe. Ohne sie wäre ein Markt gar nicht mehr denkbar und möglich.

 

Ein grosser Dank soll auch an Sascha Vogt von der Advisa Treuhand Anstalt gehen. Wie seit der Gründung unseres Vereins macht er uns die Revision professionell und immer gratis. Wir sind sehr froh darüber und es gibt ein gutes Bild auf unser Hilfswerk. Wir freuen uns sehr, einen solchen Revisor zu haben. Diese Dankesworte sind niemals genug …..

 

Aber der grösste Dank geht an meine drei Vorstandsmitglieder für das Dabeisein seit bereits 12 Jah­ren. Es ist nicht selbstverständlich, solche guten Menschen für ein Hilfswerk zu gewinnen. Schön, dass ihr es mit mir ausgehalten habt. Ich hoffe auf noch viele Jahre mit euch. Wir wissen ja, wie schwie­rig es ist, jemanden zu finden, um bei uns mitzumachen. Ein kleiner Hoffnungs­schimmer hat sich zwar beim Weihnachtsmarkt gezeigt, als wir bereits drei neue Verkäuferinnen bei uns am Stand begrüssen durften. Also an alle ganz herzlichen Dank für die Mitar­beit.

 

Auch wenn wir im Jahr 2019 etwas weniger an Spendengeldern einnehmen konnten als die Jahre davor, sind wir doch sehr zufrieden. Wir konnten vielen Menschen in Indien helfen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen unseren zum Teil seit Jahren treuen Spendern und Gönnerinnen. Nur dank ihnen können wir uns für Bedürftige einsetzen. 

 

Wir hoffen, dass wir alle gesund bleiben, das wünsche ich euch allen und euren Familien, damit wir noch einige Zeit unsere Hilfeleistungen in Indien erbringen können. Freuen wir uns also auf eine positive Fortsetzung unserer Hilfswerks-Arbeit. Immer noch gibt es in Indien Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Packen wir es weiterhin an. Ein herzliches Namaskar an alle!!!

 

Vaduz, im Frühling 2020                                                                   Verena Städler