Ziegen für Einwohner von Asangi

Eine wahre Geschichte aus dem südlichen Teil Indiens

Wie mit zweihundert Franken fünf Familien geholfen werden konnte.

Der 19. April war für einige Einwohner von Asangi und Kataginahally ein Freudentag. Fünf Personen kamen in den Besitz einer jungen Ziege. Der Anfang dieser schönen „Geschichte“ liegt ein halbes Jahr zurück. Damals überwies uns eine Spenderin 200 Franken mit dem Wunsch, einer bedürfti­gen Familie in Indien ein Tier zu kaufen. Gerne wollten die Verantwortlichen von Namaskar INDIA diesen Wunsch erfüllen und erkundigten sich beim Besuch in Asangi im Dezember 2008 bei Father Rajappa, ob er uns mit der Durchführung dieser „Aktion“ behilflich sein könnte.

Bei meinem nächsten Besuch im April 2009 hatte Father Rajappa alles Nötige veranlasst. In der Zwischenzeit hatte er fünf junge Ziegen gekauft. Seine Erklärung, dass es doch viel besser sei, fünf kleine, junge Zicklein, die viel billiger sind als eine ausge­wachsene Ziege zu kaufen und an fünf verschiedene Personen abzugeben, leuchtete uns natür­lich ein. Damit könnte fünf Per­sonen oder Familien gehol­fen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Leute kamen, um sich als Zuschauer diese Übergabe der Tiere nicht entgehen zu lassen.

 

So kamen an diesem Sonntag in Asangi viele Leute zusammen. Jedes der jungen Tiere trug ein Band um den Hals mit einer Nummer darauf. Father Rajappa hatte sich seriös erkundigt, wer dringend Hilfe nötig hätte und sich mit dem Besitz einer Ziege die Lebenssituation verbessern würde. Die fünf ausgewählten Personen durften nun aus einem Säcklein je eine Num­mer ziehen…..und ihnen wurde anschliessend „ihre“ Ziege mit ihrer Nummer  überreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die beiden Witwen Husparani und Sundaramma, der Witwer Dajappa, der querschnittgelähmte Basawanta und die alleinstehende Chinnappa sind nun stolze Besitzer einer Ziege. Die Freude war nicht nur bei den Beschenkten gross, mit ihnen freute sich die ganze Bevölkerung.

(Bei der Übergabe der Tiere musste ich übrigens kräftig zupacken, denn aus den vermeintlich jungen Zicklein waren schon recht grosse und vor allem schwere Tiere geworden….)

 

Bald werden die Zeigen Milch geben, was den Menüplan der Leute beachtlich verändern wird. Zudem wird es ihr Alltagsleben verantwortungsvoller und abwechslungsreicher machen, da sie sich tagsüber um die Tiere kümmern und so die Zeit sinnvoll nutzen können.

 

Falls diese Tiere einmal Junge haben sollten, müssen die Besitzer die jun­gen Zicklein an weitere bedürftige Familien weitergeben.

 

Namaskar INDIA bedankt sich nochmals ganz herzlich bei der Spenderin.

 

Dieses Beispiel zeigt, mit wie einfachem finanziellem Einsatz ein grosser Erfolg erzielt wird und so den Menschen zu einem besseren Leben ver­holfen werden kann.