Hungerprojekt Madanbhavi

Frühstück für die Schulkinder von Madanbhavi

 

Ursula Geiger-Eberle und Verena Städler besuchten das Dorf Madanbhavi, das ca. 1 Autostunde von Belgaum entfernt ist, bei ihrer Indienreise im Dezember 2007. Dabei war auch unsere Freundin Lou aus St. Gallen. Wir waren alle sehr betroffen, als wir vernahmen, dass die Leute in diesem Dorf nicht genügend zu essen haben. Auch die Kinder erhalten am Morgen nur einen Tee. Es gibt kein Frühstück, am Mittag etwas Reis mit wässrigem Dhal (Linsen). Für Chapatis reicht das Geld nicht. Die Kinder sind unterentwickelt und dem Alter entsprechend zu kleinwüchsig. Um eine Lösung für dieses Dorf zu finden, war unsere Zeit zu knapp. Am liebsten hätten wir Tonnenweise Essen angeschafft und verteilt, aber das wäre keine gute Lösung gewesen.

 

Es muss genau abgeklärt werden, wie den Leuten in diesem oder ähnlichen Dörfern geholfen werden könnte. Es ist wichtig, abzuklären, wieso die Leute nicht genug zu essen haben, an was es liegt, dass viele Männer arbeitslos sind, ob es ein Wasserproblem gibt, ob sie kein Land zur Verfügung haben um etwas anzubauen oder ob es noch andere Gründe gibt. Ich hoffe sehr, dass sich bis zu meinem nächsten Besuch schon eine Lösung abzeichnet und etwas in die Wege geleitet werden kann.  Abklärungen sind auf jeden Fall im Gang.

 

Nach unserer Rückkehr haben wir beschlossen, den Kindern in Madanbhavi zu helfen und ihnen ein Frühstück zu ermöglichen. Fr. Cyril, der in diesem Ort Priester ist, hat das Nötige nun veranlasst. Nach dem Neubeginn des Schuljahres im Juni 2008 erhalten nun die Kinder ein Frühstück, mit Eiern, Milch, Früchten, aber auch verschiedenen warmen indischen Speisen. Das Früchstück wird von einer Muslim-Frau zubereitet, die so auch zu einem kleinen Einkommen kommt. Dazu erhalten die Kinder Uniformen, (das ist in Indien ein “Muss”) und Schulsäcke. Bis jetzt trugen sie die Bücher unter dem Arm.

 

Für dieses Projekt haben wir Rs. 298’000.-, (Fr. 7’600.-) an Father Cyril, der in diesem Ort Priester ist, übergeben.

 

Weil Father Cyril im Jahr 2009 von Madanbhavi nach Santibastwad transferiert wurde, konnte dieses Projekt nach seinem Wegzug nicht mehr weitergeführt werden.